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Thailändische Horrorfilme gehören mittlerweile zum Alltag, haben mich aber bis jetzt noch nicht so recht überzeugen können. Auf dem Festival gab’s in dieser Rubrik Kongkiat Komesiris Film “Slice” (2009) (hier: 《切切切》) zu sehen. Beworben wurde er als “Silence of the Lambs” plus Prise ‘camp’, doch leider ist das Verhältnis genau umgekehrt.

Ein Polizist, der nebenher mit seinem Chef in der Unterwelt kassieren ging, sitzt im Knast, weil er während einer seiner ‘Operationen’ einen weiteren Ermittler erschossen hat. Als eine Psychologin ihn zu seiner Situation befragt, klagt er über Alpträume, in denen ihn ein roter Reisekoffer und Erinnerungen aus der Kindheit plagen. Kurz darauf taucht tatsächlich ein roter Koffer auf; der Inhalt: ein perverser Ausländer sauber zerlegt und reichlich dekompostiert. Sein Chef ist mit dem Fall betraut und nachdem auch Prominenz vom Killer heimgesucht wird, bekommt dieser reichlich Druck von oben. Der Protagonist wird auf freien Fuß gesetzt, um in seiner Vergangenheit nach Anhaltspunkten zu suchen.

Hört sich nicht schlecht an und wenn man den Trailer sieht, könnte man fast meinen, das Ganze lohne sich. Für meine Begriffe leider nicht. Schon bei der ersten Sequenz des Films überkam mich ein kalter Schauer, denn was als ‘stylish’ geplant war, beraubte der Leinwand jeden Schimmers von düsterem Flair. Dieser Eindruck setzte sich bis auf einige ‘flashbacks’ praktisch nahtlos fort. Ohne Atmosphäre wirkte alles Perverse aufgesetzt, konstruiert. Reichlich Applaus vom Publikum gab’s trotzdem. Nun, im Endeffekt muss sich eben jeder selbst ein Bild machen.

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